Wenn ein Neugeborenes plötzlich hörbar durch die Nase atmet oder beim Trinken unruhig wird, machen sich viele Eltern Sorgen. Ist das noch normal? Muss die Nase gereinigt werden? Und wie können Eltern helfen, ohne das Baby unnötig zu belasten?
Gerade in den ersten Lebenswochen begegnen mir diese Fragen beinahe täglich in meiner Arbeit als Hebamme.
Die gute Nachricht ist: In vielen Fällen reichen bereits wenige sanfte Maßnahmen aus, um die Nasenatmung bei Babys zu unterstützen. Entscheidend ist nicht, möglichst viel zu tun, sondern die Bedürfnisse des Babys richtig einzuordnen und behutsam vorzugehen.
In diesem Artikel erfahren Sie,
- warum die Nasenatmung für Neugeborene so wichtig ist,
- wann eine verstopfte Nase bei Babys ganz normal sein kann,
- welche Maßnahmen sich bewährt haben,
- wann ärztlicher Rat sinnvoll ist
- und wie Sie die empfindliche Nase Ihres Babys sanft unterstützen können.
Warum Babys fast ausschließlich durch die Nase atmen
Neugeborene sind in den ersten Lebensmonaten sogenannte Nasenatmer. Ihre Atemwege sind anatomisch noch sehr klein und sie können ihre Nase weder selbst reinigen noch bewusst auf die Mundatmung ausweichen.
Schon geringe Mengen Schleim können deshalb dazu führen, dass Babys
- unruhiger trinken,
- schlechter schlafen,
- häufiger aufwachen,
- schneller erschöpfen
- oder insgesamt unruhiger wirken.
Viele Eltern erschrecken über laute Atemgeräusche. Tatsächlich entstehen diese jedoch häufig schon dadurch, dass die Nasengänge eines Neugeborenen besonders eng sind. Nicht jedes Geräusch bedeutet automatisch eine Erkältung oder Schnupfen beim Baby.
